Mobile Office und Online-Schooling: Christian (Azubi Fachinformatiker) erzählt über seine Erfahrungen

Christian Scheckenbach (Auszubildender Fachinformatik), Bildquelle: eigene Darstellung

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

nun sind einige Wochen und Monate seit dem massiven Ausbruch des Coronavirus bei uns in Deutschland vergangen. Wie ihr wisst, sind in diesen Zeiten besondere Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu treffen. Mitte April haben wir bereits über das Thema hier auf unserem Azubi Blog berichtet. Seitdem ist einige Zeit vergangen. Christian möchte euch deswegen gerne einen persönlichen Einblick geben und über seine eigenen Erfahrungen im Mobile-Office und das Lernen via Online-Schooling sprechen.

Christian: Die momentane Corona-Situation hat die vergangenen Wochen meine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung verändert, denn die betriebliche Arbeit, als auch die Berufsschule wurden größtenteils online ausgelagert. Das bedeutet, dass ich meine Aufgaben von zu Hause aus erledigen kann. Damit ist gewährleistet, dass der persönliche Kontakt zu meinen Kollegen auf ein Minimum reduziert wird und wir alle die Corona-Maßnahmen einhalten können.

Meine Arbeit erledige ich jetzt im Mobile-Office. Meinen Laptop verbinde ich zu Hause mit meinem WLAN und kann über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) auf die Server in der Firma zugreifen. An meinen Laptop schließe ich dann meine eigenen heimischen Geräte, die ich auch an meinem Heim-PC benutze: Bildschirm, Maus, Tastatur, Headset, etc. Arbeitsbeginn, Arbeitsende und Pausen „stempeln“ wir über ein Zeiterfassungstool, meine täglichen bzw. wöchentlichen Aufgaben erhalte ich von meinen Kollegen weiterhin wie gewohnt über ein Ticket-Tool. „Tickets“ können grundsätzlich alles Mögliche sein: Anpassungen von Kundendaten, Datenimport von neuen Kunden, Bug-Korrekturen, usw… Da ich bereits seit Längerem mit diesem Tool arbeite, auch bereits vor Corona, ändert sich durch das Mobile-Office quasi nichts an meiner Arbeitsweise.

Die Kommunikation zu meinen Teamkollegen läuft über Videochats. Jeden Morgen tauschen wir uns kurz über das Videochat-Portal über die Erledigungen des vergangenen und die Ziele des neuen Tages aus und benutzen im Laufe des Tages bei Fragen den Textchat oder telefonieren miteinander. Auch Besprechungen laufen auf diese Weise ab, mit den typischen Besprechungsregeln (man tritt dem Meeting pünktlich bei und man stellt sein Mikrofon auf stumm, wenn jemand anderes gerade spricht).

In der Berufsschule wurde meine Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt, um die Abstandsregelungen im Klassenzimmer einhalten zu können. Während die eine Gruppe ganz „normal“ Präsenzunterricht vor Ort hat (Mindestabstand, Maskenpflicht auf den Gängen), befindet sich die andere Gruppe im „Online-Schooling“, was folgendermaßen abläuft: Zu Beginn einer „Online-Schooling“ Woche erhalten wir von unserer Klassenlehrerin einen Wochenplan per Email mit allen Infos für diese Woche; insbesondere zwei Dinge: die Termine zu den anstehenden Online-Meetings und die Links zu den Online-WebShares, in dem uns unsere Lehrer die Arbeitsmittel (z.B. Arbeitsblätter oder Präsentationen) zur Verfügung stellen. Die Online-Meetings finden in einer Art „virtuellem Klassenzimmer“ statt; entweder analog zum stattfindenden Präsenzunterricht der anderen Gruppe, oder als extra „Fragestunde“, in der wir unsere Online-Aufgaben besprechen. Unsere Lösungen laden wir dann auf dem Schulforum hoch und stellen sie in einem weiteren Online-Meeting kurz vor. Abseits davon sind unsere Lehrer jederzeit per E-Mail oder telefonisch bei Fragen und Problemen erreichbar.

Es gibt also ein paar Umstellungen zum üblichen Arbeitsalltag, an die ich mich aber mittlerweile gut gewöhnen konnte. J Ich persönlich finde es sehr gut, dass die Corona-Pandemie bei der AVS und auch in der Berufsschule ernst genommen wird und ich meine Arbeit im Mobile-Office erledigen kann. Ab und zu tut es dann doch gut, mal einen Tag im Betrieb zu verbringen und seine Kollegen wiederzusehen… vor allem wenn es freitags Brotzeit gibt 😉