So bist du für dein Bewerbungsgespräch perfekt vorbereitet – Teil 2

 

In Teil 1 haben wir euch bereits Einblicke in den Bewerbungsprozess gegeben, auch in Teil 2 haben wir hilfreiche Tipps für euch.

Azubis: Welche persönlichen Eigenschaften schätzen Sie an Bewerbern am meisten?

Jutta Friedrich: Eine schwierige Frage… Jeder Bewerber bringt sich verschieden in das Gesamtbild ein, und oft „funkt“ es aus völlig verschiedenen Gründen. Allgemein würde ich sagen: Mir ist die Arbeitsbereitschaft wichtig. Ebenso gibt es bei uns in jeder Hinsicht ein Miteinander, und da freut sich jeder über etwas Eigeninitiative.

Marco Nübling: Arbeitsbereitschaft und Lernbereitschaft. Je neugieriger und motivierter ihr seid, desto besser funktioniert die Zusammenarbeit, und die Arbeit macht uns allen umso mehr Spaß. 

 

Azubis: Gibt es jenseits davon bestimmte Sachen, wodurch man während des Gesprächs besonders positiv oder negativ auffällt?

Jutta Friedrich: Negative Sachen sehe ich eigentlich keine. Die meisten Bewerber sind noch relativ jung, und dadurch unerfahren, von daher stellen wir keine zu hohen Ansprüche. Ihr fallt auf jeden Fall positiv auf, wenn ihr eure Antworten nicht auswendig lernt, sondern uns frei über euch erzählt, vor allem über persönliche Dinge wie eure Hobbies.

Marco Nübling: Seid einfach authentisch und gebt euch so, wie ihr wirklich seid. Bereitet euch vor und setzt euch mit dem Beruf auseinander, für den ihr euch bewerbt. Wenn sich jemand beim Bewerbungsgespräch verstellt, finde ich das schlecht. Wir wollen euch persönlich kennenlernen und erwarten daher keine „makellose Show“. Denn wir suchen motivierte Azubis, keine Schauspieler.

 

Azubis: Sie können sich bestimmt noch an so einige Bewerbungsgespräche erinnern, die Sie im Laufe der Jahre führen durften. Erinnern Sie sich vielleicht noch an Ihr lustigstes Bewerbungsgespräch?

Marco Nübling: Oh ja… Ein Bewerber ist dynamisch ins Zimmer gestürmt und hat sich beim Hinsetzen das Knie am Tisch gestoßen. Das war vermutlich ziemlich schmerzhaft, aber natürlich wollte er es sich nicht anmerken lassen. Es ist uns aufgrund seines schmerzverzerrten Gesichtsausdruckes natürlich trotzdem aufgefallen und wir konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen. Der Bewerber meinte daraufhin etwas irritiert: „Soll ich wieder gehen?“ (lacht bei der Erinnerung daran). Nach diesem „Vorfall“ war das Eis zwischen den Gesprächsteilnehmern gebrochen. Die häufig etwas steife Atmosphäre zu Beginn eines Vorstellungsgespräches wich einer entspannten Konversation.
Dieses Beispiel soll verdeutlichen, dass man sich nicht auf alles in einem Bewerbungsgespräch vorbereiten kann. Übrigens: wir haben den Bewerber dann eingestellt, weil er das genau Profil aufwies, das wir gesucht hatten und zusätzlich auch die Chemie zwischen den Gesprächspartnern gestimmt hat.  Er arbeitet im Übrigen nun seit fast 20 Jahren im Unternehmen.

 

Azubis: Zum Schluss unseres Interviews würden wir gern noch etwas spezifischer auf die AVS und VVS als Unternehmen, und als mögliche zukünftige Arbeitgeber für den einen oder anderen Bewerber, eingehen. Nennen Sie uns doch ein paar Gründe, wieso man bei uns eine Ausbildung machen sollte!

Jutta Friedrich: Das ist doch eher eine Frage an euch Azubis, oder? (lacht)

Tobias: Mir hat die ortszentrale Lage gefallen. Außerdem bilden wir sehr vielfältig aus, da kriegt man aus verschiedenen Richtungen etwas mit.

Dominik: Ich hatte durch die Website ein sehr gutes Bild. Nachdem mein Bewerbungsgespräch dann echt super verlief, war ich mir sicher, hier meine Ausbildung machen zu wollen.

Alina: Durch mein Praktikum im Lettershop durfte ich bereits einige Erfahrungen sammeln. Ich hatte dabei
auch sehr viel Spaß, weshalb ich mich auch für eine Ausbildung hier entschieden habe.

Jutta Friedrich: Sowas freut uns natürlich zu hören! Feedback ist immer wichtig, um an Dingen zu arbeiten, die vielleicht nicht ganz passen.

 

Azubis: Vielen Dank für Ihre Zeit und Antworten! Gibt es denn zum Abschluss noch ein Schlusswort, das Sie unseren Lesern und zukünftigen Bewerbern gerne mitteilen möchten?

Marco Nübling: Uns ist es sehr wichtig, dass kein Bewerber Angst vor dem Gespräch hat. Es gibt keinen Grund dafür. Ziel ist es, uns gegenseitig kennen zu lernen und herauszufinden, ob wir uns vorstellen können, die kommenden zwei bis drei Jahre gemeinsam an eurer erfolgreichen Ausbildung zu arbeiten.

Jutta Friedrich: Richtig. Wenn sich eine der beiden Seiten einer Bewerbung nicht vollkommen sicher ist, dass es passt, dann macht es keinen Sinn. Arbeit gehört nun mal zum Leben, und da schadet ihr euch bloß selber, wenn euch die Arbeit keine Freude macht.